Stand: Juli 2026
Wer einen Shopware-Shop betreibt, betreibt ein verteiltes System: Datenbank, Cache-Schichten, Warteschlangen, geplante Aufgaben, Logdateien. Im Alltag ist davon nichts zu sehen — bis etwas klemmt. Genau diese Lücke schließt FroshTools, ein kostenloses Open-Source-Werkzeug der FriendsOfShopware: Es macht den Maschinenzustand des Shops in der Administration sichtbar, ohne dass man dafür auf den Server muss.
Unsere Empfehlung — und als solche ist sie gemeint, nicht als Naturgesetz: FroshTools gehört als erstes Plugin in jeden Shop. Nicht, weil es Funktionen für Kunden bringt (das tut es nicht), sondern weil es die Grundlage für jede weitere Entscheidung liefert: Wer den Ist-Zustand nicht sieht, kann weder Performance-Probleme einordnen noch beurteilen, ob ein neues Plugin dem Shop gut tut. Erst messen, dann erweitern.
Was man damit sieht — die Tour
System-Status: der Gesundheits-Check

Über zwanzig Live-Checks mit Ampel: PHP-Version und Memory-Limit, MySQL/MariaDB-Version, Composer-Sicherheitshinweise, überfällige geplante Aufgaben, Debug-Reste, die in Produktion nichts verloren haben. Unser eigener Screenshot zeigt es unverstellt: Die Testinstanz hatte ein zu knappes Memory-Limit und überfällige Tasks — genau solche Dinge fallen sonst erst auf, wenn der Shop unter Last stolpert.
Cache: sehen statt raten

Shopware hat nicht „einen Cache“, sondern viele Pools. FroshTools listet sie einzeln mit Belegung und erlaubt gezieltes Leeren — statt des üblichen Rundumschlags, der den Shop danach minutenlang kalt laufen lässt. Theme kompilieren und OPcache leeren gibt es als Knopf dazu.
Warteschlange und geplante Aufgaben: wo Arbeit liegen bleibt

Indexierung, Thumbnails, Sitemaps, Mails — in Shopware läuft vieles asynchron über Queues. Wenn dort Nachrichten auflaufen, „hängt“ der Shop auf eine Art, die im Frontend erst spät sichtbar wird. FroshTools zeigt jede Queue mit ihrer Füllung; dasselbe gilt für geplante Aufgaben samt Überfälligkeits-Warnung.
Log-Viewer: Fehler lesen ohne Server-Zugang

Fehlermeldungen landen in Logdateien, und die liegen auf dem Server. Der Log-Viewer holt sie in die Administration: Datei auswählen, Einträge filtern, fertig. Für Betreiber ohne eigenen Server-Zugriff ist das oft der Unterschied zwischen „wir schicken ein Ticket an die Agentur“ und „wir sehen selbst, was los ist“.
Dazu kommen Security-Center (bekannte Schwachstellen im Blick), State-Machine-Viewer und Feature Flags — der Werkzeugkasten wächst mit fast jedem Release.
Für Entwickler: Installation und Grenzen
Installation über den Shopware Store (Erweiterungen → Store → „FroshTools“) oder per Composer:
composer require frosh/tools
bin/console plugin:refresh
bin/console plugin:install --activate FroshTools
bin/console cache:clear
Zwei ehrliche Grenzen: FroshTools ist eine Developer Console, kein Monitoring — es zeigt den Zustand, wenn man hinschaut, alarmiert aber niemanden nachts um drei. Und die Werkzeuge sind scharf: Cache-Reset und Queue-Zurücksetzen gehören in erfahrene Hände, entsprechend sollten die Admin-Rechte gesetzt sein.
Hintergrund zur Entstehung: FroshTools — KI- und Agent-Driven Software ist in der Shopware-Welt angekommen.